Warum die ersten zehn Tage entscheiden
Nach dem Zahltag ist der Kontostand so hoch wie im ganzen Monat nicht mehr. Das fühlt sich nach Spielraum an. Gleichzeitig gehen in diesen Tagen Miete, Krankenkasse und viele Abos weg. Wer sich am Kontostand orientiert, gibt am Anfang mehr aus und merkt erst gegen Ende, dass es eng wird.
So wirkt ein grosszügiger Start
| Beispiel | Betrag |
|---|---|
| Nettolohn am 25. Oktober | CHF 5'200.00 |
| Fixkosten inkl. Steuern und Jahreskosten | − CHF 2'917.60 |
| Frei bis zum nächsten Lohn | CHF 2'282.40 |
| Ausgegeben in den ersten 10 Tagen | − CHF 900.00 |
| Bleibt für die restlichen 21 Tage | CHF 1'382.40 |
| Schon ausgegeben nach 10 von 31 Tagen | 39 % |
Beispiel: frei gewählte Werte, Fixkosten wie im Artikel «Budget erstellen in der Schweiz», Lohnperiode 25. Oktober bis 24. November. Deine Zahlen sehen anders aus.
Niemand hat etwas Grosses gekauft: Essen, Ausgang, ein paar Einkäufe. Trotzdem ist nach einem Drittel der Zeit schon fast 40 % des freien Geldes weg, und für die restlichen drei Wochen wird es knapp.
Die drei häufigsten Löcher
- Fixkosten nicht abgezogen: Was auf dem Konto steht, ist nicht frei verfügbar. Miete, Krankenkasse und Abos gehören zuerst weg, auch die jährlichen Kosten auf einen Monat umgerechnet.
- Kleine Beträge: Twint, Kafi, Lieferungen. Einzeln klein, zusammen oft der grösste variable Posten. Mehr dazu im Artikel Was kosten Abos im Jahr?
- Sparen am Ende: Was Ende Monat übrig bleibt, ist selten viel. Das Sparziel gehört gleich an den Zahltag.
Von Lohn zu Lohn rechnen
Die meisten Budgets rechnen vom 1. bis zum 31. Der Lohn kommt in der Schweiz aber oft früher: Spätestens Ende Monat muss er auf dem Konto sein, viele Arbeitgeber zahlen schon zwischen dem 21. und dem 27. aus. Plane darum vom Lohntag bis zum Tag vor dem nächsten Lohn, zum Beispiel vom 25. Oktober bis zum 24. November. So passt dein Plan zu deinem Geld. Kommt der Lohn einmal früher oder später, zählt der Tag, an dem er wirklich da ist.
- Am Zahltag zuerst die Fixkosten abziehen und den Sparbetrag zur Seite legen.
- Den Rest auf die Wochen bis zum nächsten Lohn verteilen.
- Nach zehn Tagen kurz prüfen, wie viel noch da ist.
Wie du Fixkosten und Sparziel richtig ansetzt, steht im Artikel Budget erstellen in der Schweiz.
So geht's mit Filo
Filo rechnet aus Lohn, Fixkosten und Sparziel, wie viel dir bleibt, und passt es nach jeder Ausgabe an. So siehst du schon in den ersten Tagen, ob es bis zum nächsten Lohn reicht.
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